Die Maschinengröße ist kompakt und klein, mit ausreichend Arbeitsfläche und Abstellfläche für Geschirr. Selbst in der kleinsten Küche wird die Homey einen Platz finden können. Die Zielsetzung von ACM ist es, ordentliche Maschinen zu einem kleinen Preis zu produzieren. Die Maschine ist ordentlich verbaut worden, im Inneren sowie Äußeren.
Die Abtropfschale ist ausreichend groß, damit man die E61-Brühgruppe bewusst flushen kann, ohne immer wieder die Abtropfschale leeren zu müssen. Auf der Warmhaltefläche haben gut 6 Espressogläser und 2 Cappuccino Tassen Platz ohne diese übereinanderstapeln zu müssen. Am Herunterfallen werden diese durch die umlaufende Edelstahl-Reling gehindert.
Am oberen, hinteren Ende der Homey befindet sich der plan versenkte Deckel, um an den 2,8l Tank zu gelangen. Der Tank ist komplett entnehmbar und lässt sich wunderbar reinigen. Im Tank befindet sich kein Ansaugventil für Filterkartuschen. Für die Homey verwendet man schon gefiltertes Wasser oder Filterkissen.
Der 1,5l isolierte Edelstahlkessel hat ein ausreichendes Volumen für den Kaffee- und Dampfbezug. ACM verbaut hier eine optisch sehr ansprechende E61-Brühgruppe. Der Kaffeebezug lässt sich durch den Bezugshebel an der rechten Seite der Brühgruppe starten. Der Ton beim Bezug ist zu Beginn der normale satte Ton einer Vibrationspumpe. Sobald die Pumpe den Bezugsdruck erreicht, wird sie schlagartig leise wie eine Rotationspumpe. Dies löst bei den Kunden jedes Mal ein Staunen aus.
Der Dampf- sowie Wasserbezug erfolgt über zwei formschöne Retro Kipphebel. Die Dampfleistung ist enorm und auf höchstem Niveau. Worüber wir positiv überrascht waren ist, dass es möglich ist den Kessel über den Wasserbezug nahezu komplett zu entleeren. An der Front befindet sich links neben der Brühgruppe ein kleiner schwarzer Druckknopf um die Maschine zu starten. Das Manometer zeigt den aktuellen Kesseldruck an und wann sich die Maschine auf Betriebstemperatur befindet. Eine Aufheizzeit von ca. 20 Minuten benötigt die Homey.
Der Trend aus 2020 bei Siebträgermaschinen ist absolut der Shottimer. Gerade für Neulinge in der Siebträgerwelt eine praktische Sache. Kommen die Kunden doch oft vom Vollautomaten oder vom Kapselmaschinchen, so sind die Vorkenntnisse für echt guten Kaffee und Espresso leider nur gering. Daher hilft so ein Shottimer schon mal bei der Übergangszeit. wenn man sich dann an die Abläufe gewöhnt hat braucht man ihn eigentlich nicht mehr so oft. Aber am Anfang ist er echt praktisch. Übrigens zählt der Timer beim Start des Brühvorgangs ganz einfach von Null Sekunden hoch. Ziel sollte eine Brühzeit von ca. 25 Sekunden sein. Wenn nach dieser Zeit zu wenig oder bereits zu viel in der Tasse sollte man die Mühle/Mahlgrad/Menge weiter optimieren. So lange bis nach ca. 25 Sekunden 25 ml im Shotglas sind. Der Zusatz "TEMPO" ist sozusagen der Spitznamen für die Shottimer Funktion!